Anspruchsdenken?

Auszug aus der Homepage Alternativ Medizin
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Seit längerer Zeit sind einige Politiker recht schnell bei der Hand mit dem Argument:
„Das Anspruchsdenken an den Staat muss aufhören."
Nun sind aber sehr viele Freunde des Freundeskreises erfreulicherweise im Besitz verschiedener Diplome und haben teils langjährige Ausbildungen hinter sich gebracht in den verschiedensten akademischen Berufen.
Andererseits haben viele Vertreter der Berufsverbände zum Beispiel der Ärzte- und Anwaltskammern die Vorstellung heraus kristallisiert, bereits mit Abschluss eines Studiums als Arzt oder im Juristischen Bereich habe der Ausgebildete Anspruch auf einen Arbeitsplatz mit entsprechender Honorierung.
Insbesondere bei den Ärzten stieg die Zulassungen in den letzten Jahren auf ein Vielfaches des tatsächlichen Bedarfs, wie man des öfteren zu hören bekommt.
- Das hat wahrscheinlich dazu geführt, das es bedingt durch die Notwendigkeit der Leistungsnachweise, ohne die es von den Krankenkassen nun mal keine Vergütungen gibt, vielfach die „Patienten" erst zu Patienten gemacht wurden, indem man ihnen leichte Befindlichkeitsstörungen zu ernsten Krankheitsfällen hochstilisierte und mit erheblich verteuerten Spezialuntersuchungen jeden nur erdenklichen Zweifel schon beim ersten Schnupfen oder beim ersten räuspern nehmen wollte.
- Vielfach wurde der so „behandelte" Patient derart mit Laufereien im Stress gehalten, dass alleine schon aus diesem Grunde nicht die notwendige Ruhe zur Genesung vorlag und daher nicht eintreten konnte, was eine längerfristige Behandlung erforderte oder schlimmstenfalls zu kornischen Erkrankungen durch Verschleppung führte.
- Viele Arbeitnehmer allerdings besuchten aus diesen Gründen erst gar keinen Arzt und verschleppten ihrerseits Krankheiten, um nicht durch die Firmen und die „glänzenden Arbeitnehmerrechte" der Vorregierungen in die Arbeitslosigkeit zu geraten.
- Weiterhin kostete dieses Ärzteverhalten der Gesellschaft, und hier den von den Arbeitnehmern finanziell getragenen Krankenkassen enorme Summen, da sich die notwendige Gesprächszeit genommen zu erden scheint, die zur Umfassenden Gesundung der Patienten die notwendige Therapeutische Unterstützung gewähren würde.
Mit Sicherheit ist die Gesamtlast der Beiträge in die gesetzliche Krankenkasse eine Arbeitnehmerleistung, da auch der vom Arbeitgeber erbrachte Anteil dieses Beitrags durch die Verrechenbarkeit der Lohnnebenkosten auf die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers direkt durch diesen verwirtschaftet werden und es ist außer Frage, dass verschiedene Schwarzmagier wieder besseres Wissen versuchen den Arbeitnehmern zu suggerieren, es wäre good will des Arbeitgebers einen Zuschuss zu derartigen Versicherungen beizusteuern.
- Abschließend müssen wir leider feststellen, dass derzeit die Situation anscheinend so aussieht, dass mehr Anspruchsdenken in den Führungsschichten und freien Berufen zu finden ist, als bei den Arbeitnehmern, die für ihre Beiträge eine gute Versorgung im Krankheitsfall verlangen und dies auch durch vertragliche Bindung seitens der Krankenkassen beanspruchen können, da sie letztlich durch Beitragszahlung diesen Anspruch erworben haben.
Sollte es Ärzte zuviel geben, ist das mit Sicherheit nicht den Arbeitnehmern oder den versicherten der Krankenkassen anzulasten, ist doch zu bedenken, dass niemand zum Studium der Medizin oder zum Erlernen irgend eines anderen Berufes gezwungen wird und nicht nur die Kinder und Verwandten von Führungskräften der Ärzteschaft und der derzeit noch weitestgehend herrschenden Besamtenschicht haben Anspruch auf berufliche Förderung und Bevorzugung, falls entsprechende Leistungen erbracht werden, wie es derzeit der Fall zu sein scheint.
Hier muss leider, wie im übrigen auch bei anderen Freiberuflern, die zu großen Teilen anderweitig Beschäftigung fanden und finden mussten, gleiches Recht für alle hergestellt werden, was im Klartext nichts anderes bedeutet, als dass die Ärzte, welche keine oder nur zu gering dotierte Stellungen bekommen entweder diese annehmen oder anderweitig Beschäftigung suchen müssen, wie andere Arbeitnehmer oder Freiberufler und Selbständige auch.
- Natürlicherweise ist nichts einzuwenden, wenn die Teils überbezahlten Spezialisten den Minderverdienern in der Ärzteschaft durch Umverteilung etwas entgegen kommen würden und so einer größeren Anzahl an Ärzten eine ärztliche Tätigkeit ermöglichen würden, da an der Beitragsschraube nicht unaufhörlich weiter gedreht werden kann und hier die äußerste Grenze erreicht scheint.
Allem Anschein nach gehen Schwarzmagier lieber hin und suggeriert den unteren Bevölkerungsschichten, dass das Anspruchsdenken im sozialen Bereich mehr oder minder nur vom Missbrauch der Sozialhilfe, der Krankenkassen, des Arbeitslosengeldes und der Arbeitslosenhilfe geführt würde und ausschlaggebend wäre für die derzeitigen Missstände der Finanzsituation.
Anspruchs- und Besitzstandsdenken der Beamten brauchen wir an dieser Stelle nicht näher zu erläutern, wenn auch hier festgehalten werden muss, das eine Vielzahl unterbezahlt und eine Vielzahl weit überbezahlt ist und auch hier scheint eine Umverteilung dringend geboten und zwar mehr in Richtung Leistungsbezogenheit der Gehälter. Außer Frage steht die Forderung, den Beamten entsprechende Verantwortungen mit entsprechender Haftung zu übertragen und bei grobem Verstoß Arbeitsplatzverlust zuzugestehen, wie den übrigen Berufstätigen auch und nicht erst bei Verstößen, die andere Beamte mit Haftstrafen bis mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilen und beurteilen.
- Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Finanzsituation der neuen Bundesländer nicht zuletzt aus dem Ost West Lohngefälle herrühren und 10% weniger Lohn sind auch 10% weniger Kassenbeitrag und so ist die Unterstützung der in Frage kommenden Kassen nicht nur ein übles Muss, da auch die Wirtschaft und der Staat von den im Osten erwirtschafteten Produkten und Steuern profitiert.
Es dürfte nicht all zu viel Mühe machen, diese Argumente mit den entsprechenden Zahlen auszuschmücken und zu belegen.
Hier liegt, nach Ansicht des Freundeskreises eine große Verantwortung der Ärzteschaft für den inneren Frieden in der Bundesrepublik Deutschland.
Stand 15. November 1999
Freundeskreis der „kleinen Leute"
und der Urbevölkerungen
Unbeabsichtigte Antworten der Herren aus der
"Reformkommission Soziale
Marktwirtschaft"
Eigene Darstellung und Sichtweise:
Soziale Marktwirtschaft
vom 16.Nov.1999
Siehe auch Homepage Magie Menüpunkt Magier
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